DIE AKUSTIK IST DIE LEHRE VOM SCHALL UND SEINER AUSBREITUNG.
Um uns in einem Raum wohlfühlen spielen Wärme, Licht, Farben und die Einrichtung sowie die Liebe zum Detail eine wesentliche Rolle.
Ebenso ist die Raumakustik ein wichtiger Aspekt für unser Wohlbefinden. Das akustische Empfinden ist subjektiv, die Fakten jedoch objektiv messbar. Bei der Gestaltung der optimalen Raumakustik orientieren wir uns an den individuellen Wünschen unserer Kunden sowie den aktuellen Richtlinien und Normen.

Das Fachgebiet der Raumakustik umfasst eine Vielzahl zusammenhängender Gesichtspunkte wie die Entstehung und Erzeugung, die Ausbreitung, die Beeinflussung und Analyse von Schall, seine Wahrnehmung durch das Gehör und die Wirkung auf Menschen und Tiere.
Lärm ist subjektiv störender Schall bzw. unerwünschter Schall. An Lärm kann man sich nicht gewöhnen. Besonders in Schulen oder Büros trägt eine gute Raumakustik zur Konzentration und Leistung bei.
Raumakustik beschäftigt sich mit der Schallausbreitung im Raum.

Ziel sind die anwendungsbedingten optimalen Höreigenschaften eines Raumes bzw. die Lärmminderung im Raum.
Bauakustik beschäftigt sich mit der Schallausbreitung zwischen Räumen bzw. zwischen Räumen und dem Freien.

Ziel ist der Schallschutz zwischen Räumen bzw. zwischen dem Freien und Räumen.
Keine Schallabsorption
Absorptionsgrad αs = 0,0
100% Reflexion

Schallabsorption: 50 %
Absorptionsgrad αs = 0,5
50% Reflexion

Schallabsorption: 100 %
Absorptionsgrad αs = 1,0
keine Reflexion

Häufig haben wir zu viel Schall im Raum. Demnach wollen wir Schall aus dem Raum nehmen → wir brauchen Elemente, die den Schall absorbieren.
siehe ÖNORM EN ISO 11654
Schallabsorberklasse | Einzahlwert aw |
|---|---|
A | 0,90 - 1,00 |
B | 0,80 - 0,85 |
C | 0,60 - 0,75 |
D | 0,30 - 0,55 |
E | 0,15 - 0,25 |
Nicht klassifiziert | 0,00 - 0,10 |
Die Nachhallzeit beschreibt die Halligkeit eines Raumes. Diese wird durch Messung oder Berechnung bestimmt. Sie ist die Zeitspanne in der ein Schallereignis im Raum um 60 dB abnimmt. Deshalbt wird sie auch mit T60 bezeichnet. Je größer und reflektierender ein Raum, desto länger die Nachhallzeit.
Verfahren mit Impulsschallquelle:
Ein möglichst kurzer und möglichst lauter Impuls (breitbandig) wird im Raum erzeugt und die Schallpegelabnahme in Terzbändern aufgezeichnet. Aus der Abklingkurve lässt sich die Zeitdauer des Pegelabfalls für jedes Frequenzband bestimmen.
Verfahren mit Sweep- oder MLS-Signal:
Ein Sinus-Sweep oder ein MLS-Signal (breitbandig) wird über einen Dodekaeder-Lautsprecher in den Raum gespielt und das Signal aufgezeichnet. Über die Schröder-Rückwärtsintegration der gemessenen Raumimpulsantwort lässt sich die Nachhallzeit für alle Frequenzen berechnen
Wichtigste Einflussfaktoren:
Die Akustik des Raumes wird im Wesentlichen durch die Materialien, Architektur, Geometrie und Anzahl der Personen im Raum definiert.
Die Anforderungen:
Welche akustischen Anforderungen wir an einen Raum stellen ist abhängig von der Raumnutzung, dem Raumvolumen und der Anzahl der Personen im Raum. Verschiedene Regelwerke wie Normen, Baurichtlinien definieren die Anforderungen. Wir unterscheiden zwischen Räumen, in denen eine gute Hörbarkeit gefordert ist und Räumen, in denen die Lärmminderung unser Ziel ist.
Räume für Gute Hörsamkeit sind Räume, in denen das Verstehen von Sprache oder Musik wichtig ist. In der Regel werden die Anforderungen an die Nachhallzeit gestellt. Es wird unterschieden nach Räume für Sprachdarbietung, Räume für Kommunikation, Musikaufführung und Musikprobe.
Die Anforderungen an die Nachhallzeit werden in einem logarithmischen Algorithmus nach oben angeführten Kriterien und unter Bezugnahme des Raumvolumens errechnet.
Räume, in denen die Lärmminderung wichtig ist, sind Räume in denen wir uns aufhalten und eine möglichst geringe Störung durch Lärm wünschen. Auch Arbeitsräume, Büros etc. werden nach den Kriterien der Lärmminderung betrachtet.
Für Räume, in denen die Lärmminderung das vorrangige Ziel ist, wird seit 07/2023 ebenso in der ÖNORM Anforderungen an die Nachhallzeit definiert.
Die Anforderung für diese Räume wird durch die schallabsorbierende Eigenschaft des Raumes bzw. der Raumoberfläche definiert.
In anderen Regelwerken bzw. früher wurde die schallabsorbierende Eigenschaft des Raumes bzw. der Raumoberfläche als Soll-Wert definiert.
Die Sollwerte bzw. Toleranzbereiche sind in den einschlägigen Normen bzw. Baurichtlinien definiert.
Sind Räume zu laut oder hallig werden schallabsorbierende Materialien in den Raum integriert. Diese sind nach Möglichkeit gleichmäßig im Raum zu verteilen, um zu vermeiden, dass nur Teilbereiche akustisch optimiert werden. Plant man die Absorber in den Raum ein, ist auf die Raumgeometrie, das Vermeiden von parallelen Wänden zu achten. Auch die richtige Menge bzw. Fläche ist im Zuge der akustischen Konzipierung zu berechnen. Die im bestehenden Raum ermittelten Akustikdaten sind maßgeblich für die Auswahl und Anforderung der Akustikelemente.
Wenn wir vorrangig den Schall besser im Raum verteilen wollen, übernehmen Reflektoren und Diffusoren, welche den Schall gezielt reflektieren oder verteilen, eine wichtige Rolle. Es ist auf das Material bzw. Dichte und Größe zu achten, um die Wirkung in den gewünschten Frequenzen sicherzustellen.
Rückwandreflexion (Aufriss)

Deckenreflexion (Aufriss)

Flatterecho

Nützliche Reflexion für den hinteren Raumbereich

Poröse Absorber
(mineralische und organische Faserstoffe,
Schaumkunststoffe, Textilien, etc.)
Resonatoren
(Plattenschwinger, Lochplattenschwinger,
Helmholtzresonatoren)
Plattenschwinger
Helmholtzresonator


Streugrad
Diffusitätsgrad


Periodische Rechteckstruktur
Periodische Halbzylinderstruktur


Periodische Dreieckprismenstruktur
Als Alternative zur Nachhallzeitmessung ist auch die Nachhallzeitberechnung eine gute Option. Anhand von Formeln (z.B. lt. Sabine und Eyring) in Kombination mit den Daten zur Raumbeschaffenheit kann eine gute IST-Situation dargestellt werden. Auch die Akustikverbesserung des Raumes kann so simuliert werden. Eine gleichmäßige Verteilung der Absorptionsflächen (diffuses Schallfeld) ist auch hier Voraussetzung für aussagekräftige Berechnungen.
Neff Gewindetriebe GmbH
Ausgangssituation
Akustiklösung
Raiffeisen Krems eGen
Atelier Langenlois, Kerzan & Vollkrann, A 3550
Ausgangssituation
Akustiklösung
Alpeffect Hotel GmbH
Ausgangssituation
Akustiklösung
Hotel AVIVA make friends, A 4170
Planung: cult-deko, A 4101
Ausgangssituation
Akustiklösung
Augenarzt Priv.Doz.DDr Rabensteiner, A 8010
Ausgangssituation
Akustiklösung
Chirurgie Mitte, A 1030
Planung: Pepp Burzi & Gartenmaier, A 1030
Ausgangssituation
Akustiklösung
Einfamilienhaus Meggenhofen, A 4714
Ausgangssituation
Akustiklösung
Einfamilienhaus Andrichsfurt, A 4754
Ausgangssituation
Akustiklösung
Kindergarten Langenlois
Ausgangssituation
Akustiklösung
Forstfachschule Traunkirchen
Tischlerei Baumgartner, 4802 Ebensee
Ausgangssituation
Akustiklösung
Haircraft & Lounge Bar - Andreas Sieberer, 4643
Ausgangssituation
Akustiklösung
Neue Arbeitswelten: Egger Holzwerkstoffe
Fritz Egger GmvH & Co. OG, A 6380
Planung: Schwebius Gestaltung, D 83209
Ausgangssituation
Akustiklösung
UNSERE AKUSTIK SERVICES
Von einer ersten Beratung bis hin zur ausführlichen Nachhallzeitmessung. Jedes Objekt stellt eigene akustische Anforderungen - gemeinsam finden wir die optimale Akustiklösung.
